Die Installationszonen

Die Installationszonen

Ein weiteres Sicherheitsrelevantes Thema sind die Installationszonen. Diese Installationszonen beschreiben wo sich in der Wand eine Stromleitung befinden sollten und wo sie sich auf keinen Fall befinden darf !

Fangen wir mit dem wichtigsten an. Wo darf die Stromleitung auf keinen Fall hin !? Hier gilt es besonders das Badezimmer zu betrachten. Die folgenden Texte müssen Sie nicht lesen. Unter jedem Abschnitt gebe ich ein Fazit als Zusammenfassung. Die Bilder finde ich für die spätere Arbeit aber sehr gut geeignet !

Der Urheber der  folgenden Texte ist Wikipedia (Creative Commons Attribution / Share Alike“ Lizens)  !

Badezimmer:

Bad Verlegezonen
Bild „Wikipedia“

 

In Wohnräumen gehören Räume mit Badewanne oder Dusche zu den trockenen Räumen, obwohl in diesen Räumen Feuchtigkeit auftritt. Aufgrund der Feuchtigkeit besteht in diesen Räumen eine besondere Gefährdung, da die Feuchtigkeit den menschlichen Körperwiderstand deutlich verringert und in Verbindung mit dem Erdpotential bereits durch kleinere Berührungsspannungen gefährliche Ströme durch den menschlichen Körper fließen können.

Die Elektroinstallation sollte in diesen Räumen so installiert werden, dass eine Gefährdung durch elektrische Ströme ausgeschlossen ist. Die genauen Anforderungen an die Installation sind in der DIN-Norm DIN VDE 0100-701:2008-10 festgelegt.

Es werden verschiedene Schutzzonen bzw. Schutzbereiche unterschieden:

  • Schutzbereich 0: Der Schutzbereich 0 definiert den Innenbereich einer Badewanne oder Dusche mit Wanne. Bei Duschen ohne Wanne (ebenerdige Duschen) gibt es keinen Schutzbereich 0. Es gilt dann ein Radius von 120 cm um den Duschkopf als Schutzbereich 1.
  • Schutzbereich 1: Der Schutzbereich 1 erstreckt sich über dem Schutzbereich 0 bis auf eine Höhe von mindestens 2,25 m, wenn der Wasseranschluss höher liegt (z. B. bei Duschen), dann bis zu dieser Höhe, über dem Fußboden und gilt für Flächen über Badewannen oder Duschen bzw. den Bereich unterhalb der Bade- oder Duschwanne bis zur Aufstellfläche.
  • Schutzbereich 2: Der Schutzbereich 2 gilt für Flächen mit einer Tiefe von 60 cm vor Badewanne oder Dusche, die in Handreichweite sind. An den Wandseiten gilt der Bereich bis zu einer Höhe von min. 2,25 m der Wände ab Fußbodenoberkante. An Duscheinstiegen ist dies ein Kreis mit der Duschwand als Mittelpunkt (Fadenlänge). Es gelten die Forderungen wie in Schutzbereich 1. Zusätzlich ist hier die Installation von Leuchten und der Festanschluss von Waschmaschinen möglich. Nicht erlaubt sind Steckdosen und Schalter.

Im Schutzbereich 0 sind Betriebsmittel erlaubt, die einen Schutzgrad von mindestens IPX7 aufweisen, im Schutzbereich 1 und 2 mindestens IPX4. Installationsgeräte wie Steckdosen, Abzweigdosen etc. sind im Schutzbereich 0 nicht zugelassen. Verbrauchsmittel im Schutzbereich 0 dürfen nur dann betrieben werden wenn ihre Betriebsspannung höchstens 12 V Wechselspannung oder 30 V Gleichspannung beträgt (der versorgende Trafo muss außerhalb von Schutzbereich 1 liegen), diese fest angeschlossen und vom Hersteller dafür zugelassen sind (z. B. Badewannenheizung).

Im Schutzbereich 1 sind elektrische Verbrauchsmittel nur erlaubt, wenn es sich um fest angeschlossene Wassererwärmer, Whirlpool- und Abwasserpumpen oder Abluftgeräte handelt. Andere Verbrauchsmittel oder Installationsgeräte sind erlaubt, wenn deren Betriebsspannung 25 V Wechselspannung oder 60 V Gleichspannung nicht überschreitet. Auch hier müssen die Stromquellen zur Versorgung außerhalb von Schutzbereich 0 oder 1 angebracht werden.

Kabel und Leitungen müssen an die entsprechenden Betriebsmittel von hinten oder von oben herangeführt werden. In den Schutzbereichen 0, 1 und 2 dürfen nur Kabel und Leitungen verlegt werden, die zur Versorgung der dort liegenden Betriebsmittel dienen. Der Schutzbereich wirkt auch 6 cm in die Wand hinein und erfordert somit, neben den Auswirkungen auf die offensichtlich innerhalb des Bades verlaufenden Leitungen, dass zu Leitungen in Nachbarräumen eine mineralische Restwanddicke von mindestens 6 cm eingehalten werden muss, da diese ansonsten als im entsprechenden Schutzbereich liegend gelten würden und somit nicht dort verlegt werden dürften.

Um die Bewohner vor gefährlichen Körperströmen zu schützen, müssen Stromkreise in diesen Räumen mit einem Schutzleiter und mit einem Fehlerstromschutzschalter mit einer Auslösestromdifferenz von höchstens 30 mA ausgestattet sein.

In der DIN VDE 0100-701 sind Stromkreise für die ausschließliche Versorgung von fest angebrachten und fest angeschlossenen Wassererwärmer (selbst im Schutzbereich 1 und 2) vom Schutz durch Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (Residual-current device = RCD) mit einem Bemessungsdifferenzstrom nicht größer als 30 mA ausgenommen. Bei den übrigen CENELEC-Mitgliedern fehlt diese Ausnahme. Bei dieser abweichenden Regel für Deutschland ist allerdings zu beachten, dass gemäß DIN VDE 0100-410:2007-06 die neue Abschaltzeit von 0,4 s in TN-Systemen einzuhalten ist. Bei großen Leitungslängen im TN-System ist unter Umständen ein RCD erforderlich, um die geforderte Abschaltzeit zu erreichen. Für das TT-System wird ein RCD zur Einhaltung der Abschaltzeit auf alle Fälle erforderlich sein.

Fazit: Um die Dusch und die Badewanne müssen Stromleitungen Schalter und Lampen 60cm Abstand haben. Beleuchtungen an der Decke der Dusche werden mit 12V Leuchten realisiert.

Wohnräume:

Verlegezonen Wohnräume
Bild „Wikipedia“
In Wohnräumen befindet sich je eine 30 cm breite, waagerechte Installationszone mit einem Abstand von 15 cm zum Fußboden oder zur Decke. Die senkrechten, 20 cm breiten Verlegezonen befinden sich in einem Abstand von 10 cm zu allen Rohbaukanten und -ecken, beidseitig von Fenstern und auf der Griffseite von Türen. Bei Türen mit zwei Flügeln befindet sich auf beiden Seiten senkrechte Installationszonen. Befinden sich Schalter oder Steckdosen in Griffhöhe, z. Bsp. neben Türen, sollte der oberste Schalter oder die oberste Steckdose mittig 105 cm über dem Fußboden installiert werden. Überlappt sich eine Wandöffnung, wie eine Tür oder ein Fenster, mit einer Installationszone, so entfällt diese.

Fazit: Das Bild sagt alles ! Wenn es durch bauliche Maßnahmen (z.B. Stahlträger) erforderlich ist darf die Installationszone auch verlassen werden. An Dachschrägen sollte die Leitung parallel zur Dachschräge geführt werden.

Küche / Werkstatt:

Verlegezonen Räume mit Arbeitsfläche
Bild „Wikipedia“

In Küchen, Hobby- und Arbeitsräumen in denen eine Arbeitsfläche vor der Wand verbaut ist gibt es zusätzlich mittlere Installationszonen. Hier werden Schalter und Steckdosen in einer Vorzugshöhe von 115 cm installiert. Die mittlere Installationszone geht von 100 cm bis 130 cm, gerechnet vom fertigen Fußboden.

Vor 2007 lagen die mittleren Installationszonen im Bereich von 90 cm bis 120 cm. Die Vorzugshöhe für Schalter und Steckdosen lag auch damals bei 115 cm, jedoch die Vorzugshöhe für Unterputzleitungen lag bei 100 cm.

Fazit: Das Bild sagt wieder alles !

 

Installationszonen

Zurück zur Startseite

Hier finden Sie die „fünf Sicherheitsregeln“ der Elektrotechnik